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Hyperkaliämie bei diabetischer Ketoazidose

Patienten mit diabetischer Ketoazidose neigen trotz vermindertem K + -Gehalt im Körper zu etwas erhöhten Serum-K + -Konzentrationen. Die Hyperkaliämie wurde bisher hauptsächlich auf Aziämie zurückgeführt. Neuere Studien haben jedoch gezeigt, dass „organische Azidemien“ (wie sie durch Infusion von Beta-Hydroxybuttersäure erzeugt werden) keine Hyperkaliämie verursachen können. Um zu erfahren, welche, wenn überhaupt, routinemäßig gemessenen biochemischen Indizes mit dem Befund einer Hyperkaliämie bei diabetischer Ketoazidose korrelieren könnten, analysierten wir die anfänglichen Vorbehandlungswerte in 131 Episoden bei 91 Patienten. Serum K + korrelierte unabhängig und signifikant (p weniger als 0,001) mit dem Blut-pH-Wert (r = -0,39), dem Serumharnstoff N (r = 0,38) und der Anionenlücke (r = 0,41). Das mittlere Serum K + bei den Männern betrug 5, 55 mmol / l, signifikant höher als bei den Frauen, 5, 09 mmol / l (p weniger als 0, 005). Zwölf der 16 Patienten mit Serum K + größer oder gleich 6.5 mmol / l waren Männer, ebenso wie alle acht Patienten mit Serum K + größer oder gleich 7, 0 mmol / l. Diese Unterschiede entsprachen einer signifikant höheren mittleren Serum-Harnstoff-N-Konzentration bei den Männern (15, 1 mmol / l) als bei den Frauen (11, 2 mmol / l, p weniger als 0, 01). Die größere Tendenz zur Hyperkaliämie bei den Männern in dieser Serie kann teilweise auf ihre größere Nierenfunktionsstörung während der akuten Erkrankung zurückzuführen sein. Andere Faktoren, die nicht bewertet wurden, wie z. B. die mit dem Proteinkatabolismus verbundene Zell-K + -Freisetzung und der Insulinmangel an sich, können jedoch auch das Serum-K + bei diesen Patienten beeinflusst haben.

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